Material/Technik

Meine Arbeitstechnik, das Klöppeln, hat Tradition, neu sind die verwendeten Materialien. Ich verarbeite feine Fäden aus Silber, Edelstahl, und Nylon. Schon während meines Studiums entdeckte ich das eher der Textilkunst zugeordnete Klöppeln für die Schmuckgestaltung und konzentriere mich seither auf das Finden spezifischer Eigenschaften und deren Umsetzung in Schmuck.

Die Klöppelei mit untypischen Materialien eröffnet mir neue Gestaltungsmöglichkeiten und Ausdrucksformen. Die Vorzüge des Materials ermöglichen es, sowohl flächig als auch räumlich zu arbeiten. Die Kombination von Stabilität, Beweglichkeit und Vereinfachung führen zum freien Umgang mit der Technik und zum Verlassen traditioneller Grundmuster.
Faszinierend am Geklöppelten sind die Filigranität, die Transparenz, die Ästhetik und Leichtigkeit der Objekte.

Die Begeisterung für diese alte, zeitaufwendige textile Technik begründet die gestalterische Herausforderung neuen Schmuck mit einer ganz eigenen Handschrift zu schaffen.

Ausgangspunkt meiner Arbeit ist das Experimentieren mit Materialien, Technik und Formen. Aus der Fläche entwickle ich dreidimensionale Formen und Verbindungen die dann zu Schmuckstücken montiert werden.

Im Färbebad werden die so entstandenen  geklöppelten Formen sorgsam abgestimmt eingefärbt. Das hauchzarte Gewirr aus geklöppelten Nylonfäden wird mit Glasperlen und Steinkügelchen ergänzt und montiert.

Das Formenthema meiner Schmuckstücke erweckt naturnahe Assoziationen, die aber nicht naturalistisch wirken. Transparenz und Leichtigkeit charakterisieren diesen Schmuck. Von der Struktur her sind die Colliers und Ohrhänger sehr filigran und zart, ja fast zerbrechlich und fragil wirkend, doch in ihrer Handhabung sind sie recht widerstandsfähig und „unverwüstlich“.